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Anlegen einer Ausgleichsfläche

Gründe

Ausgleichsflächen werden gebildet, wenn Gebäude oder Anlagen errichtet werden, oder wenn große Flächen versiegelt oder gerodet werden. Ausgleichspflanzungen schaffen so wieder ein grünes Habitat, welches vorher verloren gegangen ist.

Arbeitsvorgang

Ist am Ort des geplanten Pflanzvorhabens hohes Gras gewachsen, sollte dieses abgemäht werden. Davor sollten größere Steinbrocken, Bauschutt und Ziegel aufgesammelt werden, da sonst das Mähen erschwert wird. Ist ein Pflanzplan vorhanden, so ist ersichtlich ob drei, vier, fünf oder mehr Reihen zu pflanzen sind. Mit Eisen und Fluchtschnüren können nun gerade Linie gezogen werden, die Abstände zwischen den Reihen werden auf die gleiche Länge abgemessen. Normalerweise werden Sträucher im Abstand von 1,5m gepflanzt, Bäume im Abstand von mindestens 3m zu der Nebenpflanze. Entlang der Schnüre werden nun die Pflanzorte mit einem Spray markiert.

Mit einer Hand-Grabmaschine können nun an den markierten Stellen ca. 30cm tiefe Löcher gebohrt werden, in die später die Pflanzen gesetzt werden. Vor dem Einsetzen werden die Jungpflanzen oben und an den Wurzeln eingekürzt. Dadurch wird die Überlebenschance erhöht; die Pflanzen müssen dann austreiben und etablieren sich eher am neuen Standort. Davor kann etwas Dünger hinein gegeben werden. Bevor Pflanzerde aufgeschüttet werden, können alle Pflanzen nochmal bewässert werden, weil ansonsten die frische Erde leicht weggeschwämmt wird. Das Angießen sorgt dafür, daß die Wurzeln schon mal austreiben können. Pflanzringe werden angebracht.

Die Pflanzen

Pionierpflanzen, die am besten heimisch (oder auch autochthon genannt) sind, die pralle Sonne vertragen, wenig Nährstoffe und Pflegeaufwand brauchen, sowie generell sehr anspruchslos sind, sind für Ausgleichsflächen wie geschaffen. Bäume wie Buchen, Eichen, Weiden und Linden sind gut geeignet. Als Kleinbäume bzw. Großsträucher eignen sich die Vogelbeere, die Mehlbeere oder die Haselnuß. Der Rote Hartriegel, die Gewöhnliche Berberitze, verschiedene Rosenarten wie die Hundsrose oder die Weinrose, der Eingriffelige Weißdorn, die Gewöhnliche Heckenkirsche, das Waldgeißblatt oder das Pfaffenhütchen sind als normalgroße Sträucher ebenso anzutreffen.

Christian Nikitin März 2018

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