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Bau eines Einzeiler

Für den Einzeiler werden neben dem Baumaterial - geläufig sind Granitsteine mit 8 bis 15cm Kantenlänge - ein Betongemisch (Sand, Zement, Wasser; am Besten C12/15), Splitt und Fugenmaterial aus Mörtel benötigt. Außerdem braucht man noch eine Fluchtschnur mit Eisenstangen, einen Fäustel, eine Kelle, einen Eimer mit sauberen Wasser, wasserdichte Gummihandschuhe und einen Schwamm.

Zuallererst muß der Boden auf Stabilität und Verdichtungsgrad geprüft werden. Die größte Sicherheit hat man, wenn der Untergrund aus Kies (0/32) besteht und verdichtet ist. Ist das in Ordnung kann der geplante Lauf des Einzeilers ermittelt werden. Der Einzeiler dient dabei oft als Randeinfassung für einen Weg oder eine Terrasse und sollte daher parallel oder rechtwinklig zum Gebäude oder der Grundstücksgrenze laufen. Von Bauvorhaben zu Bauvorhaben kann das natürlich variieren. Der Einzeiler kann genauso nur Rasen- und Beetflächen abtrennen oder einen Kurvenverlauf haben z. B. um Gullideckel herum.

Sind die Planungen fertiggestellt kann nun die Praxis beginnen indem vor allen Dingen erstmal ein Schnurgerüst erstellt wird. Zuerst wird mit den gegebenen Maßen die Flucht und anschließend die Höhe festzogen. An dieser Linie kann man sich nun beim Steinelegen orientieren.

Die Steine kann man dann entlang des Arbeitsbereich entlang legen, um sie während des Arbeitens griffbereit zu haben. Sie sollten ungefähr gleich groß sein und je nach Material farblich und optisch gut zusammenspielen. Die Übergänge sollten sich gut in das Gesamtbild des Gartens und Bauvorhabens einfügen. So sollten größere Steine nicht direkt neben kleine gesetzt werden. Abgefahrene oder antike Steine sind meist begehrenswerter als Neue, da sie natürlicher wirken und sich vom Aussehen besser in die Landschaft einbetten.

Den Untergrund bildet ein mind. 10 cm hohes Bett aus erdfeuchtem Beton auf den die Steine gesetzt werden und mit einem Fäustel auf die nötige Höhe sanft runtergeklopft werden. Alle paar Steine ist eine Kontrolle empfehlenswert, ob die zuvor gesetzten Steine immer noch in der Flucht stehen und nicht durch das Setzen der neuen Steine verschoben wurden.

Nachdem die Steine gesetzt sind wird mit einer Kelle eine Rückenstütze – ebenfalls aus Beton – erstellt. Sowohl auf der Wegseite als auch auf der Seite zur Vegetationsfläche hin sollte der Keil max. bis 3cm unter die Oberkante der Steine gehen, damit zum einen genügend Platz für Weg- oder Terrassenplatten bleibt und zum anderen die Stütze mit ausreichend Oberboden bedeckt werden kann.

Der Beton sollte mindestens 24 Stunden aushärten, bevor das Konstrukt belastet oder weiter bearbeitet werden kann. Die restlichen Lücken zwischen den Steinen können dann schließlich mit Mörtel befüllt werden. Bevor das Fugenmaterial letztlich erhärtet, sollten mit dem Schwamm noch die Mörtelreste von der Oberseite des Steins weggewischt werden, da das Verfugen dort Reste ablagert. Da das Zementwasser schädigend auf die Haut wirken kann, ist das Tragen von wasserdichten Gummihandschuhen beim Reinigen wichtig.

Christian Nikitin März 2018

bau_eines_einzeiler.txt · Zuletzt geändert: 2019/01/07 20:55 von cn