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Einbau einer Entwässerungsrinne

Abläufe

Hof- und Straßenabläufe dienen zur Aufnahme von Oberflächenwasser. Sie werden verwendet, wenn anfallendes Niederschlagswasser zentral gesammelt und abgeleitet werden muß. Ein Ablauf setzt sich aus einem Aufsatz aus Gußeisen oder Stahl mit Maschen- oder Gußrost, aus Ausgleichselementen oder -ringen zur Anpassung der Bauhöhe, aus einem Schlammeimer aus verzinktem Blech oder Kunststoff, einem Schaft aus Beton und einem Bodenteil aus Beton (mit oder ohne Geruchsverschluß, Schlammfang und vorbereitetem Anschluß für die Rohrleitung) zusammen.

Man kann sich merken: 1cm² Einlaufquerschnitt ist in der Lage in etwa 1m² Einzugsfläche zur Entwässerung aufzunehmen. Die Abläufe, die im Garten- und Landschaftsbau Verwendung finden, dabei vor allem Hofabläufe, können in die Belastungsklassen A (z. B. A 15 = 1,5 t Maximalbelastung, Fußgänger + Radfahrer), B (z. B. B 125 = max. 12,5 t, PKW + Lieferwagen) und C (z. B. C 250 = max. 25 t, LKW) eingeteilt werden. Für Straßenabläufe gibt es noch höhere Klassen, D bis F. Die Belastungsklassen gelten auch für Rinnen. In quadratischen oder rechteckigen Belägen sollten quadratische oder rechteckige, in wassergebundenen Decken oder Vegetationsflächen runde Roste eingebaut werden.

Rinnen

Rinnen dienen zum Sammeln des Oberflächenwassers, und zum Leiten des Wassers zu den Abläufen. Zu den offenen Rinnen gehören die Bord-, Spitz- und Muldenrinnen. Zu den Geschlossenen zählen die Schlitz- und die Kastenrinne, auf deren Einbau noch im Detail eingegangen wird. Sie besteht aus einer U-förmigen Rinne mit oder ohne eingebautem Gefälle, die mit Rosten oder Deckeln abgedeckt ist. Sie wird da eingebaut, wo die Oberflächenentwässerung auf ganzer Breite erfolgen soll, z. B. vor Treppen und bei Wegen ohne Längsgefälle.

Einbau von Rinnen

Beim Einbau von Rinnen ist zuallererst die Gefälleart zu klären, also ob die Rinne ein eingebautes Gefälle, und damit mit waagrechter Oberfläche eingebaut werden kann, oder ob das Gefälle erst beim Bau erfolgt, d. h. die Rinne wird dementsprechend geneigt. Normalerweise wird jedoch der Vorteil des eingebauten Eigengefälle (mind. 0,6%) geschätzt, weil dabei das Sohlengefälle unabhängig vom Gefälle der Verkehrsfläche ist. Dies ist beim Vorbereiten des Betonbetts zu beachten.

Die Kastenrinnen haben meist Markierungen oder Nummerierungen, die die Fließrichtung der einzelnen Baukastenelemente definiert. Das System wird nacheinander mit Beginn am tiefsten Punkt - also da, wo sie an den Ablaufkasten angeschlossen wird - in 10cm dicken, erdfeuchten Beton (C12/15 ist ausreichend) gesetzt und geklopft. Dafür gibt es Klopfbretter, die ein Beschädigen der empfindlichen Rinne und des Gitter verhindert. Ein etwa 8cm starker Keil wird als Rückenstütze gebildet. Zu achten ist darauf, daß die Kastenrinne einen Zentimeter tiefer als der angrenzende Belag liegt. Damit kann das Wasser abgeführt werden, selbst wenn sich der Belag noch etwas setzt. Die Gitterroste werden quer zur Einfahrts- und Fließrichtung aufgesetzt.

Christian Nikitin März 2018

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